Mittwoch, 15. Juni 2016

I want you bag.

Während viele Frauen Taschen für alle erdenklichen Events und Lebenslagen besitzen, habe ich zurzeit tatsächlich nur eine, die ich immer trage. Und die ist offiziell nicht einmal eine Tasche, sondern ein schwarzer Kunstlederrucksack, den meine Mutti mir vor ein paar Jahren vermacht hat. Zuvor fungierten Jutebeutel als meine treuen Wegbegleiter. Meine Sammlung ist mit ca. 40 Stück ziemlich beachtlich, wobei da auch Beutel bei sind, die wirklich eher zum Einkaufen konzipiert wurden. Der Trend der roten REWE-Beutel ist jedenfalls bisher an mir vorbeigegangen. Gut, das wäre nicht der erste. Den Vintage-Rucksack schnalle ich mir stets auf den Rücken, wenn ich irgendwohin muss und nicht viel benötige. Meistens befinden sich tatsächlich auch nur Dinge wie Portemonnaie, Handy, Schlüssel, Taschentücher, Regenschirm, Kamera, Buch und Lippenstift darin - spannend! 
Wenn es mich in die Uni verschlägt und ich neben Büchern auch meinen Laptop mitschleppen muss, greife ich auf meinen Herschel-Rucksack zurück. Eine Investition, die sich wirklich gelohnt hat. Allerdings ist erst letzte Woche das Band gerissen, mit dem man den Rucksack zuschnürt. Da er noch die Schnallen hat, ist das nicht so wild, aber nervig ist es schon irgendwie. Vielleicht finde ich ja eine Möglichkeit da ein neues Band reinzufriemeln.

Dann besitze bzw. benutze ich ab und zu noch genau eine Tasche, die auch tatsächlich eine ist. Ich habe zwar schon ein paar wenige Taschen mehr, aber die kommen irgendwie gar nicht mehr zum Einsatz und wurden zum Teil auch schon unter den Hammer gebracht. Das Modell, das ihr auf dem zweiten Bild seht, ist für etwas schickere Anlässe perfekt geeignet. Schön schlicht, schwarz, mit silbernen Schnallen und ohne jeglichen Schnickschnack, bietet es Platz für das Nötigste. 

Dennoch gibt es das ein oder andere Taschenmodell, um das ich meine Garderobe in der nächsten Zeit gerne erweitern würde - der Abwechslung wegen. Schlicht und schwarz müssen Taschen bei mir wohl sein, aber eine andere Form sorgt ja auch schon für eine gewisse Variation. In der neuen Zalando Lounge habe ich erst vor wenigen Tagen einen Bericht über verschiedene Taschenstyles inklusive einer schönen Grafik gefunden, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Meine Favoriten sind die Bucket Bag, die Baguette Bag, die Messenger Bag und klar - der Backpack. Die Duffle/Barrel Bag finde ich als Sporttasche auch noch ganz cool. Welches Modell ist euer Favorit?


In freundlicher Zusammenarbeit mit Zalando.



Sonntag, 29. Mai 2016

Dies, das, Ananas.

 New Ink. //

Ein Praktikum, der Semesterbeginn inkl. fünf Referate und drei Hausarbeiten, die Anmeldung meiner Bachelorarbeit und mein Nebenjob sind u.a. dafür verantwortlich, dass es wieder einmal so ruhig hier war. Seit April befinde ich mich im letzten Semester meines Bachelorstudiums und wie die fünf Referate und drei Hausarbeiten schon vermuten lassen - ja, ich habe beim zeitlichen Management wohl versagt. Weil ich mein Studium aber dennoch in der Regelstudienzeit abschließen möchte, um dann ab Oktober hoffentlich in den von mir ersehnten Master wechseln zu können, gebe ich jetzt Vollgas. Druck motiviert mich zu Höchstleistungen. Das jetztige Semester ist im Gegensatz zu den letzten fünf also zeitlich extremst straff durchgeplant. Um Organisation (ist eh die halbe Miete), Motivation und Disziplin steht es bisher gut. Hoffentlich bin ich in der Lage, das noch gut drei Monate durchzuziehen. Am 23. August ist die Abgabefrist meiner Bachelorarbeit. Vorher ist leider nicht viel mit Chillaxen. Aber sobald alles, was in meinen Händen liegt, geschafft ist, gönne ich mir eine Runde Urlaub. Irgendwo. Hauptsache am Meer. 
Da geht es eventuell auch schon am kommenden Wochenende hin - an die Nordee, um genau zu sein. Allerdings mit dem Laptop im Schlepptau, um auch von dort aus arbeiten zu können. Mich überkommt aber seit geraumer Zeit ein fast schon physischer Schmerz, wenn ich an das Meer denke. Sehnsucht und Fernweh sind die Auslöser. Und wenn mein Körper und meine Seele danach verlangen, sollen sie ihren Willen bekommen. Vielleicht schaffe ich es dann ja auch mal ein paar Stunden abschalten zu können. Kraft und Energie zu tanken sollte man in so stressigen Lebensphasen nämlich niemals vergessen.

Ich schmeiße aber nicht nur mit total klugen Lebensweisheiten um mich, sondern auch mit ein paar Bildern aus den vergangenen Wochen/Monaten. Voilà:

 Girls Names | Gleis 22, Münster. //

 Neben der Ananas ein weiteres architektonisches Meisterwerk der Natur. //

Praktikum in der Kunstvermittlung. //


Ein guter Plan. // !!! //

PINS | Blue Shell, Köln aka bestes Weihnachtsgeschenk vom Liebsten. //

Das Horror-Lazarett.//

Bachelorlektüre am Hafen. //

Kuchen von der weltbesten Sandra. //



Montag, 7. März 2016

Eine super Bude, die Superbude!

Hach, Hamburg, meine Perle. Seit zwei Wochen haben wir uns schon nicht mehr gesehen. Du fehlst mir schon wieder. Ich hoffe sehr, dass wir in diesem Jahr noch mindestens ein weiteres Mal das Vergnügen haben werden. Du stellst eine Ausnahmeerscheinung für mich dar. Nur meine Wahlheimatstadt Münster, kann sonst so ein Gefühl in mir auslösen. Ein Gefühl des Nachhausekommens. Es gibt viele Städte, in denen ich gerne bin. Für ein paar Tage oder ein paar Wochen vielleicht. Aber jedes Mal freue ich mich, wieder Heim zu kommen. Bei dir ist das anders. Wenn ich dich verlasse, dann immer mit einem weinenden Auge und vollbepackt mit großer Vorfreude auf das nächste Wiedersehen. Hoffentlich hältst du in knapp zweieinhalb Jahren etwas Großes für mich bereit. Oder zeitweise vielleicht schon früher.


Wer schon mal in Hamburg war, weiß: "Hamburg is always a good idea!". Und denjenigen, die der schönen Hansestadt demnächst einen Besuch abstatten wollen, um sich selbst von meiner Honig-ums-Maul-Schmiererei zu überzeugen, kann ich die Superbude als Unterkunft nur ans Herz legen. Mein Loverboy und ich quartierten uns für ein Wochenende in der Superbude St. Pauli ein (es gibt noch eine weitere in St. Georg) und genossen die lockere Atmosphäre, das freundliche Personal, die coolen und innovativen Zimmer und ganz besonders das leckere Frühstück, das mit selbstgemachten Waffeln einen perfekten Start in den Tag garantiert. Zucker ist Energie und die braucht man schließlich, wenn man Hamburg ausgiebig erkunden mag.

WLAN, TV, ein eigenes Bad mit Handtüchern, Seife, Föhn und obendrein noch ein ultra bequemes Doppelbett inklusive Bettwäsche. Klingt super, oder? Aber irgendwie auch teuer. Die Superbude bietet all das aber schon ab 60€ pro Nacht an, was wirklich mehr als erschwinglich ist. Wer es ein wenig exklusiver mag, der kann sich auch in der ASTRA Rockstarsuite die Ehre geben. Diese verfügt nicht nur über ein riesiges Bett, sondern auch über eine eigene Bühne (!), gute Musik und natürlich einen vollen Kühlschrank. Apropos Kühlschrank: Der sogenannte Kitchen Club bietet 24/7 Selbstbedienung. Von Fritz-Limos über Astra bis hin zu Obst und Curry King, findet man hier alles, was das Herz begehrt. Und noch mehr.

Es sind die kleinen Details, die die Superbude zu dem machen, was sie ist. Wer sich (wie meine Wenigkeit) für Interieurdesign interessiert, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen: Eine Badelatsche als Zeitungshalter im Bad, Toilettenpömpel als Geraderobenersatz, Sportnetze als Bettverzierung, Mäusefallen als Dokumentenhalter, Zeitungsausschnitte als Tapete und Schubkarren als Sitzgelegenheiten - der Innenarchitekt hat sich offensichtlich nicht lumpen lassen. 

Lasst ihr euch auch nicht lumpen und stattet der super Superbude einen Besuch ab!

P.S. Ein weiterer Post mit analogen Eindrücken der Superbude und des Hamburg-Trips im Allgemeinen folgt, sobald der Film voll und entwickelt ist. Stay tuned!



Dienstag, 23. Februar 2016

Home Sick.

 via Esprit

Wie zu erwarten, ist mein momentaner Inneneinrichtungstick noch lange nicht überwunden. Ich interessiere mich sowieso sehr für Interiordesign, aber habe eigentlich nicht allzu häufig das Bedürfnis all mein Geld in Möbel und Wohnaccessoires zu stecken. Aber in den vergangenen Wochen kam ich irgendwie nicht umhin immer wieder auf Tumblr und Pinterest nach Interiordesign zu stöbern. Auch wenn ich mich in meiner WG, die im Januar erst zu einem Drittel neu besetzt wurde, wohl wie noch nie zuvor fühle, freut man sich dann ja doch irgendwann in den ganz eigenen vier Wänden zu leben und mehr als einen Raum zur Verfügung zu haben. Vor allem eben, um seine Wohnträume zu verwirklichen. 

Als ich in den letzten Tagen das Internet wieder mal auf der Suche nach Inspiration durchforstete, verschlug es mich erneut in die Home-Abteilung von Esprit. Zwar kaufe ich selten Kleidung bei Esprit, aber in der Interior-Sektion verliebe ich mich regelmäßig in einzelne Stücke. Aus meinen momentanen Favoriten habe ich die obige kleine Collage gebastelt. Insbesondere haben es mir die Bettwäsche und der Teppich angetan. Mit Bettwäsche könnte ich mich eh totkaufen. Ich meine, was gibt es Schöneres als ein frisch bezogenes Bett? Eben! Und um für möglichst viel Abwechslung zu sorgen, kann man eigentlich nie genug Bettzeug haben.



Sonntag, 7. Februar 2016

 Rezension: Gaspar Noé - Love (2015).


Wenn der argentinische Skandal-Regisseur Gaspar Noé einen neuen Film ankündigt, zücken die Kritiker noch in derselben Sekunde Zettel und Stift. Was wird das Enfant terrible der Filmkunst dem Publikum dieses Mal kredenzen? Gibt es etwas, das die sexuelle Anziehung eines misantrophen Vaters zu seiner Tochter (Menschenfeind, 1998) oder eine zehnminütige Vergewaltigungsszene (Irreversibel, 2002) toppen kann? Nein.
 
Die expliziten Sexszenen sind für den Durchschnittkinogänger zwar sicher eher ungewohnt, aber man gewöhnt sich ja bekanntlich an alles. Zudem ist das, was das Auge zu sehen bekommt, von äußerst ästhetischer Natur. Schöne, junge Körper, die sich in allen erdenklichen Positionen räkeln und vereinen. 
Die (Nach-)Erzählung des Films fällt aufgrund der Zeitsprünge und Rückblenden zugegebenermaßen schwer und funktioniert eher wie die menschliche Erinnerung selbst: Murphy und Electra lieben sich. Fristen ihr Künstlerdasein in Paris. Er als Filmemacher, sie als Malerin. Sie geben sich ihrer wilden Leidenschaft hin. Sie vertrauen sich ihre geheimsten sexuellen Fantasien an und leben diese gemeinsam aus. Hemmunglos. So landen sie mit der hübschen, blonden Nachbarin Omi im Bett und erleben eine Menage à Trois, bei der sich der Zuschauer wie die vierte Person der Liebelei fühlt. Als sich Murphy jedoch auch hinter Electras Rücken mit der erst 17-jährigen Nachbarin trifft und sie von ihm schwanger wird, wird aus Liebe Hass. Murphy erkennt zu spät, dass Electra die Liebe seines Lebens war. In einem bitteren Kampf mit sich, seiner Vergangenheit und vor allem seiner Gegenwart, versucht er Electra zurückzugewinnen. 
Die Off-Stimme des Protagonisten, die dem Zuschauer seine Gedanken und seine Gefühlslage mitteilt, ist ebenso charakteristisch für Noé wie die unchronologische Szenenanordnung. Eine Assoziationskette, die sich zeitweise um die eigene Kehle schnürt, weil Liebe so verdammt weh tun kann. „Wer sich verliebt, hat schon verloren“, sind die weisen Worte eines One-Night-Stands Murphys. Und vielleicht will uns genau das Love sagen. 
Trotz der bedrückenden Story, in der Betrug, Lügen, Alkohol- und Drogenexzesse – neben den Darstellern – ihren Höhepunkt finden, schafft Noé es, dem Zuschauer durch raffinierte (oder doch plumpe?) Anspielungen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern: Murphy möchte Filme machen, die von „Blut, Schweiß und Sperma“ erzählen, sein Sohn heißt Gaspar und Electras Ex-Freund trägt den Namen Noé. Damit hat sich der Regisseur gekonnt wieder ins Gedächtnis der Zuschauer gerufen., falls irgendwem entfallen sein sollte, wessen Streifen er sich da gerade zu Gemüte führt. 
Love steht wohlmöglich im Kontrast zu Noés bisherigen Filmen. Er ist kein Skandalfilm an sich. Kein pornografisches Kino. Vielleicht sogar Antipornografie. Love ist vielmehr die realitätsnahe Darstellung von Leidenschaft, Zuneigung, Ekstase und Liebe bis hin zum Kinderwollen und sich am Ende doch grundlos Kaputtmachen.